Der Schulausschuss hat am 25.03.2009 dem Antrag der FDP Stadtratsfraktion vom 9.12.2008 entsprochen. Vom Montag, den 27. April 2009 bis 1.Mai 2009 kann der Zug der Erinnerung Münchner Hauptbahnhof, Gleis 35 mit seiner Ausstellung täglich von 8.30 Uhr bis 19.00 Uhr besichtigt werden.
“Ich begrüße begrüßt das von der Landeshauptstadt München geplante Programm. So wird das Schicksal von mehr als 12 000 Kindern aus Deutschland, die in die Vernichtungslager verschleppt wurden sichtbar und auch für junge Menschen begreifbar.”
Über Tausende Kilometer wurden Deportationszüge in die Lager geschleust. Auch unter Kriegsbedingungen setzten die NS-Behörden die Transporte fort – aus Frankreich im Westen bis zur Sowjetunion im Osten. Selbst über die Ostsee (Norwegen) und das Mittelmeer (Rhodos) wurden Kinder und Jugendliche in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt.
Auf dem Weg in die Vernichtung wurden die letzten Botschaften der Opfer gefunden, die sie aus den Zügen warfen: verzweifelte Hilferufe, Brieffetzen und Postkarten. Kaum ein Bahngleis, das an die Schicksale der Verschleppten erinnert; wenige Bahnhöfe, in denen ein Ort des Gedenkens besteht.
Am Ende des zweiten Waggons hängen die noch leeren, durch die Recherche von Schulen und anderen Organisationen zu füllenden Tafeln mit den Fotos und Biographien einzelner Kinder aus den Gemeinden und Städten entlang der Fahrstrecke. Der “Zug der Erinnerung” hält auch eine Rechercheneinheit bereit: Computer und eine Handbibliothek laden zur Spurensuche ein.
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