Rauch und Rausch – Kräutermischung „Spice“ auf dem Prüfstand
November 28th, 2008 · 1 Comment
Die FDP Stadtratsfraktion will Aufklärung über den neuen Stoff „Spice“ und die aktuelle Situation in München. Hierzu will die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stadträtin Hirsch, dass aus dem Bundesgesundheits-ministerium die Analysen und Erkenntnisse zu der neuen Mischung „Spice“ eingeholt werden und dem Stadtrat dargestellt werden.
„Uns interessiert, wie sich die Situation in München darstellt. Deshalb brauchen wir die Erfahrungsberichte von der städtischen Drogenberatungsstelle, dem Kreisverwaltungs-referat, der Polizei, den Krankenhäusern und den Trägern der Jugendeinrichtungen“, erklärt Stadträtin Hirsch als schul- und jugendpolitische Sprecherin der FDP Stadtratsfraktion.
„Mit Spice ist ein Produkt auf dem Markt, das frei verkäuflich und ohne Altersbeschränkung ist. Spice wird als als „Bio-Kräutermischung“ deklariert, so dass der Nutzer den Eindruck erhalten könnte, dass es sich hier um ein gesundheitsförderliches Produkt handelt“, so Hirsch.
Konsumenten berichten von einer in Folge des Rauchens der Kräutermischung spürbaren Wirkung, die der von Marihuana ähnlich sei. Auch typische Nebenwirkungen wie ein beschleunigter Herzschlag wurden beobachtet. Die genaue Wirkungsweise ist unklar. „Das macht die Sache unberechenbar. Die Auswirkungen sind noch nicht absehbar“, erklärt Hirsch.
„Es geht nicht darum, diese Kräutermischung zu verbieten. Aber jeder Konsument soll wissen, worauf er sich einlässt, wie die Wirkungsweise dieser Kräutermischung ist und ob damit gerechnet werden muss, dass z.B. gesundheitsschädliche Pestizide als Rückstände enthalten sind.
Eine entsprechende Aufklärungsarbeit unter Jugendlichen an den Schulen und Jugendtreffs ist dringend erforderlich“, fordert Hirsch.
Tags: Gesundheit · Presse · Kinder, Jugendliche & Familie · Allgemein
1 response so far ↓
1 druginfopool // Nov 28, 2008 at 20:40
Spice sollte so schnell wie möglich offiziell analysiert werden und die Ergebnisse so schnell wie möglich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die momentane Unsicherheit und das harmlose Auftreten dieser “Bio-Droge” macht sie nur scheinbar ungefährlich.
Sobald Konsumenten über die Risiken Bescheid wissen, wird sich auch das Nutzerverhalten ändern. Momentan kann man nur eines beobachten: Es ist legalm knallt ähnlich wie Cannabis, da wird jede Vernunftr über Bord geworfen und sich zugedröhnt ohne Rücksicht auf die Folgen.
http://www.drug-infopool.de/rauschmittel/spice.html
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